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Africa Cup of Nations 2019

Mali

4 - 1

Mauretanien

24.06.2019 / 6.202 Zuschauer

Suez Stadium

Nach dem Abpfiff der Partie im  Al-Salam Stadium musste es für uns schnell gehen. Ein im Stadion vorbereitetes Blatt mit dem Wort "Suez" sollte uns schneller zu einer Fahrgelegenheit verhelfen. Schnell fanden wir einen bereitwilligen SUV-Fahrer. Doch dem Preis von umgerechnet 64 Euro für die 132 Kilometer waren dann doch etwas zu viel. Wenn ich da schon gewusst hätte, was uns mit dem Taxifahrer den wir für umgerechnet 40 Euro bekamen durchstehen mussten, ich hätte mich definitiv für die Luxusvariante entschieden. Doch der Reihe nach: Der Taxifahrer lockte uns mit einem Preis von umgerechnet 32 Euro. Doch nach dem Tankvorgang kurze Zeit später hob er ihn auf 40 Euro an. Wir nickten aus Zeitnot. Aufgrund meiner Fehlnavigation fuhren wir aber erst einmal zurück in die Stadt und standen unnötig 20 Minuten im Stau. Zurück auf der Autobahn wurde es dann zur schlimmsten Taxifahrt überhaupt. Das helle Multimediadisplay am Rückspiegel blendete unseren Fahrer, der bei Dunkelheit phasenweise blind fuhr. Immer wieder bremste er ab, auch weil sein Licht zu schwach war - und er wich einem großen Hindernis erst viel zu spät aus. Hier hätten wir um Haaresbreite einen Unfall gehabt. Das nicht vorhandene Englisch des Fahrers machten die zwei Stunden zusätzlich schwerer. Als wir dann endlich in Suez ankamen, wollte er uns an jeder Ecke loswerden und nicht verstehen, dass wir am Hotel heraus gelassen werden wollen. Apropos Hotel: Unser gebuchtes Hotel erklärte uns bei Ankunft unsere Reservierung sei hinfällig, da das Hotel derzeit sichtbar Renoviert wird und überbucht sei. Noch eine Stunde bis zum Anpfiff und das Hotel schickt uns weg. Dazu noch den schrecken der Taxifahrt im Kopf. Aber Dennis klärte es mit dem Rezeptionisten und schaffte es irgendwie gegen eine Zuzahlung noch ein Zimmer zu ergattern. Ich konnte wieder etwas lachen.


Die vier Kilometer zum Stadion waren mit dem Taxi kein Problem, und so waren wir wenige Minuten vor Anpfiff im Suez Stadium. Hier spielten um 22 Uhr die Westafrikaner aus Mali gegen den Debütanten aus Mauretanien. Beim klaren 4:1 Sieg benötigte Mali zwar einige Zeit um ins Spiel zu kommen, beeindruckte dann aber mit starkem Offensivspiel und purer Abgezocktheit. Der Durchbruch in Malis Spiel war der schöne Distanztreffer von Abdoulaye Diaby (37.). Kurz vor der Halbzeit verwandelte Portos Moussa Marega einen Foulelfmeter souverän (45.) Zuvor hatte Mauretaniens Keeper Souleymane einen Schuss nicht festhalten können und einen nachsetzenden Malier zu Fall gebracht. Kurz nach der Halbzeit sorgte Adama Traoré mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze (55.) für das 3:0. Mauretanien kam durch einen Elfmeter von El Hacen (72.). noch einmal ran,  doch nur eine Minute später erzielte Adama Traoré mit seinem zweiten Treffer des Tages den 4:1 Endstand. Ein echtes Traumtor aus 18 Metern in den Winkel (73.).


Die Rückkehr ins Hotel und die Nacht sind nicht erwähnenswert. Der Ausblick beim Frühstück auf den naheliegenden Suez-Kanal war klasse. Enttäuschend jedoch, dass das Ägyptische Militär sämtliche Bereiche um den Kanal eingezäunt hat und streng bewacht, so dass wir nichts davon aus der Nähe sehen konnten. Ohnehin fiel das geplante Sightseeing ziemlich dürftig aus. Deshalb machten wir uns früher als geplant auf den Weg nach Ismailia. Beim Checkout im Hotel notierte unser der Rezeptionist die Hotelanschrift auf Arabisch. Und wir hatten Glück, der erste Taxifahrer nahm uns die 94 Kilometer für umgerechnet 30 Euro mit.

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