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Africa Cup of Nations 2019

Kamerun

2 - 0

Guinea-Bissau

25.06.2019 / 5.983 Zuschauer

Ismailia Stadium

Am Hotel angekommen wurde uns schnell klar, dass wir das Mannschaftshotel mindestens einer der Mannschaften des Abends erwischt haben. Es waren die Mannschaften von Ghana und Guinea-Bissau, dazu aber später mehr. Wir besuchten nach dem Check-In kurz das Hotelrestaurant und verweilten dann die restliche Zeit bis wir los mussten am Pool.


Am Abend startete dann mit Kamerun der aktuelle Titelverteidiger ins Turnier. Im Finale 2017 besiegte man Ägypten und wurde zum fünften Mal Sieger des Afrika-Cup. Auch bei diesem Turnier zählen die Unbezähmbaren Löwen zu den Favoriten, nicht zuletzt wegen der deutlich Erfahreneren Spielern wie Kapitän Eric-Maxim Choupo-Moting (PSG) oder Torwart André Onana (Ajax). Außerdem steht an der Seitenlinie bei Kamerun der ehemalige Niederländische Nationalspieler Clarence Seedorf. Er gewann als Spieler viermal die Champions League. Sein Assistent ist der ehemalige Niederländische Torjäger Patrick Kluviert. Ihr Gegner Guinea-Bissau ist ein weitgehend unbekannt es Fußballland. Die ehemalige Portugiesische Kolonie an der Westküste Afrikas steht auf Platz 118 der Weltrangliste, zwischen Mosambik und Neuseeland. Bekannt unter dem Namen Djurtus, was der einheimische Name für den Afrikanischen Windhund bedeutet, war Guinea-Bissau beim letzten Turnier 2017 Erstteilnehmer.

 

Kamerun war über die gesamte Spielzeit die überlegene Mannschaft, schaffte es aber in der ersten Halbzeit nicht ihre  Chancen in zählbares zu verwandeln. Immer wieder vergaben die Spieler, allen voran Choupo-Moting frei vor dem Tor. Es war eine träge erste Hälfte mit nur wenig temoo nach vorne. Die Kameruner hatten in der ersten hälfte zwar mehr vom Spiel-  vor allem auch mehr Chancen, doch konnten keine davon nutzen. Überraschenderweise hält der vermeintliche Außenseiter in der Anfangsphase gut mit. Die Mannschaft Guinea-Bissaus stellte sich zu Beginn nicht hinten rein, sondern spielte mutig nach vorne. Kameruns Trainer dürfte das nicht gefallen haben, und so zeigten sich die Löwen nach dem Seitenwechsel stark verbessert. Kamerun drängte das Team von Guinea-Bissau immer mehr in die eigene Hälfte. Innerhalb von drei Minuten fallen beide Tore:  Zuerst steigt Yaya Banana nach einer Ecke am höchsten und köpfte den Ball ins Tor (66.). Zwei Minuten später wechselt Seedorf den Strasbourger Stephane Bahoken ein, der nur eine Minute später zum 2:0 trifft (69.). So hatte Kamerun alles im Griff und spielt die Partie kontrolliert zum sicheren Sieg zu Ende.


Bis zum zweiten Spiel des Abends im Ismailia-Stadium zwischen Ghana und Benin verging eine Stunde. Zeit für mich noch einen Persönlichen Höhepunkt anzusprechen. Das Stadion in Ismailia ist Ground Nummer 1.000. Leider konnte das Jubiläum mangels Alkohol nicht ausgreichend gefeiert werden - wurde aber nachgeholt.

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