AS Reichstett – AS Kilstett 5:7 n.E.


15.02.2015
Stade Municipal Reichstett
Coupe d‘ Alsace
Zuschauer: 200

Ein richtiger Kracher   war das  heute  in der fünften Verbandspokalrunde. Welch  eine Dramatik..! Das war Werbung für den Fussball. Zwischen den Ortschaften Reichstett und Kilstett liegt lediglich  La Wantzenau – daher  sag ich:    Es ist ein  Derby!

Reichstett legte vom Anpfiff  an ein Wahnsinnstempo vor. Bereits nach 10 Sekunden schon der erste Torschuss.  Nach sieben Minuten fiel auch schon der Führungstreffer. Eine Minute später wurde direkt Nachgelegt – 2:0.  Die Gäste aus Kilstett steckten nicht auf. Sie versuchten schnell den Anschluss zu erzielen, aber das Tor wirkte wie vernagelt.   Halbzeit – Erstmal Durchatmen. Im Clubhaus gab es neben leckerem Bier frische Brezeln. Noch  lauwarm.  Lecker!   Nach der Halbzeit kam Kilstett  auf drei Positionen verändert aus der Kabine. Aber die Tore erzielten weiterhin nur die Gastgeber – 3:0     (52.min). Das Spiel ist gelaufen, dachten sich die   Anhänger der Gäste und machten sich Enttäuscht schon auf den Heimweg. Doch Reichstetts Junge Truppe lies nach. Mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 20 Jahren wurden die Beine  immer schwerer. Ein schöner Freistoß von Franck Bornert aus 20 Meter (57.min)  wurde zum Beginn einer Wahnsinns-Aufholjagd. Kilstett rannte und Reichstett  kam nicht mehr hinterher. Vier Minuten später der  Anschluss (61.) –   nur noch 3:2.  Die Spannung steigt in die Höhe. Kilstett kam dem Ausgleich immer Näher. Würden die Gastgeber nach Ihrer komfortablen Führung am Ende doch mit leeren Händen da stehen?  Nicht nur ich – auch meine beiden Begleiter waren völlig gefesselt von diesem Spiel und so bejubelten wir Kilstetts Ausgleich (77.). Wasfür eine Moral – wir sind begeistert.    Die folgenden Möglichkeiten in der regulären Spielzeit blieben ungenutzt und da es im Elsasspokal keine Verlängerung gibt ging es direkt ins Elfmeterschießen!  Hier avancierte Kilstetts Torwart mit einem gehaltenen Elfmeter zum gefeierten Helden des tages . Trotz einer komfortablen, zu diesem Zeitpunkt hochverdienten, 3:0-Führung lag die Junge Truppe aus Reichstett am Ende als die großen Verlierer im Gras.