KV Mechelen – KV Oostende 1:0


20.12.2019
AFAS-Stadion Achter de Kazerne
Jupiler Pro League / First Division A
Zuschauer: 15.619

Der KV Mechelen ist nach dem Aufstieg im Sommer gut in die Saison gestartet, durchlebt aber derzeit eine Durststrecke. In den letzten sieben Spielen wurden nur fünf Punkte geholt. Der KVM hält sich aber auf dem achten Platz weiter in Reichweite zu den Playoffs 1 auf. Nach zuletzt zwei Monaten ohne Heimsieg wäre es heute mit eiinem Sieg im letzten Heimspiel des Jahres ein versöhnliches Ende für Mannschaft und Fans.

Die Gäste aus Oostende kamen gut in die Partie, doch die erste Chance hatte Mechelen.  Van Cleemput spielte den Ball in den Strafraum, Storm kommt an den Ball, scheitert aber aussichtsreich an Keeper Ondoa (8.). Oostende wachte jetzt auf und stärkte die Defensive und Mechelen fand lange keine Lücke. Dann gelang Mechelen ein schneller Konter über Engvall, doch Ondoa parierte Storms Schuss erneut (27.). Danach ging es Torlos in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit spielte Mechelen noch offensiver und kam erneut zu Chancen. Nach einer Stunde wechselte KVM-Trainer Vrancken zwei frische Offensivkräfte ein, um ein Tor zu erzwingen. Und es sollte nur wenige Minuten später fallen. Van Damme schlägt einen Ball aus der eigenen Hälfte auf den gestarteten Nikola Storm,  eine kleine Drehung später schlägt sein Ball neben dem kurzen Pfosten ein (70.). Mit einem Freistoß hätte Idrissa Sylla fast den Ausgleich erzielt, aber war der Ball bei Thoelens Klärungsversuch hinter der Torlinie oder nicht? Auf den Bildern schien der Ball vollständig über der Linie zu sein (80.). Doch es blieb weiter beim 1:0 für Mechelen. Nur eine Minute später die nächste strittige Szene auf der anderen Seite: Storm dribbelt sich in den Strafraum, wird zu Fall gebracht, doch der Schiedsrichter zeigt nicht auf den Punkt (81.). In einer spannenden Schlussphase passierte nichts mehr – und Mechelen gelang erstmals nach einem Monat wieder ein Sieg.

SV Zulte-Waregem – Royale Union Saint-Gilloise 2:1


17.05.2019
Regenboogstadion
UEFA Europa-League Play-offs
Zuschauer: 6.432

Letzter Spieltag in den Europa-League Play-Offs. Gewinnt Union Saint-Gilloise heute und verliert Tabellenführer KV Kortrijk sein eigenes Spiel, würden die Gäste auf Platz Eins ihrer Sechsergruppe springen. Doch damit stünde man nur in einem Spiel gegen den Gewinner der anderen Play-Off Gruppe. Und der Gewinner aus diesem Spiel spielt dann gegen den Ligavierten der Meisterschaftsrunde um einen Platz in der Europa-League. Dann Drücke ich mal die Daumen.

Es handelt sich also  um ein weitgehend bedeutungsloses Spiel. Dennoch wollte sich Zulte-Waregem Anständig von seinen Anhängern verabschieden und war vom Anpfiff ab Spielbestimmend. Dennoch probierte Saint-Gilloise immer wieder mit schnellen Kontern sein Glück. Es war knapp eine halbe Stunde gespielt, da übernahm Zulte die doppelte Führung. Zuerste überwand Idrissa Sylla den Keeper nach tollem Pass von Theo Bongonda (31.). Und nur eine Minute später legte De Pauw im Strafraum den Ball zurück auf Hicham Faik, der mühelos einschieben konnte (33.). Doch Saint-Gilloise kam schnell zum Anschlusstreffer. Sandy Walsh foulte Youssouf Niakhaté im Strafraum – und Faiz Selemani verwandelte Sehenswert mit einem Lupfer ins Tor (37.). Die zweite Hälfte war dann wenig Ereignisreich. Es kam nur zu vereinzelt ganz schwachen Versuchen. Immerhin feierten die Heimfans dann in den letzten Minuten doch noch ein wenig, die Fans waren bis dahin nicht zu hören.

Royal Antwerp FC – KAA Gent 1:2


16.05.2019
Bosuilstadion (Deurne)
Play-Off 1 First Division A
Zuschauer: 14.211

In dem vorletzten Endrundenspiel geht es für beide Mannschaften heute noch um die Europapokal-Teilnahme in der kommenden Saison. In einer sehr erfolgreichen Saison möchte  Antwerpen noch den dritten Platz von Lüttich übernehmen. Gent jedoch hat nur mit einem Sieg heute noch Chancen auf Europa. So war für Spannung bestens gesorgt.

Dem Einlauf der Mannschaften boten die Fans einen würdigen Rahmen. Unter einer rot-weissen Fahne kamen etliche mit einer Schweinsmaske und einem weißen Ganzkörperoverall verkleidete Anhänger hervor und machten sich auf den Zaun. Allerhand Rauch und Feuerwerk stieg in Richtung Himmel. Pünktlich zum Anpfiff verzog sich dann das meiste davon und die Herren und Damen gingen zurück unter Ihre Fahne.

Das Spiel selbst hatte lange Zeit nicht dieses Feuer. Beide Teams versteckten sich eher, als dem anderen die Chance zum Kontern zu bieten. Erste große Aufregung nach rund einer halben Stunde, als der Schiedsrichter für Elfeter Antwerpens pfiff. Doch nach Sichtung der TV-Bilder entschied er dann gegen Elfmeter und zur Ecke (32.). Nach einigen Diskussionen beruhigten sich die Gemüter und die Ecke flog in den Strafraum. Daniel Opare schoss dabei den Genter Dylan Bronn an, der den Ball ins Tor abfälscht (36.) – Eigentor. Doch erneut kommt es zu Diskussionen und zum Videobeweis, da Mbkani im Abseits gestanden haben soll. Doch der Treffer zählt. Doch noch vor der Pause erzielt Jonathan David den Ausgleich (45.). In der zweiten Halbzeit war es dann lange Zeit sehr ruhig. Sowohl auf den Rängen als auch auf dem Feld passierten keine erwähnenswerte Aktionen. Als der Eigentorschütze Dylan Bronn nach wiederholtem Foulspiel mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen wurde (89.), und der vierte Offizielle vier Minuten Nachspielzeit anzeigte, deutete vieles auf einen Lucky Punch für Antwerpen hin. Doch das Tor fällt auf der anderen Seite. Alexander Sorloth trifft in der Nachspielzeit zum glücklichenm, aber keinesfalls unverdienten Sieg für Gent. Antwerpen indes hadert mit seiner Nachlässigkeit und rutscht hinter Lüttich auf den vierten Platz ab.

Waasland Beveren – Cercle Brugge 1:1


Samstag, 19.01.2019
Freethiel-Stadion
First Division A – Jupiler Pro League
Zuschauer: 4.005

Am Samstagabend ging es  nach Beveren-Waas. Den Platz auf der Gegentribüne gerade eingenommen machten die Gästefans aus Brugge nicht nur Lautstark auf sich aufmerksam.  Im Gegensatz zum Vorabend war bis zum Anpfiff nichts mehr davon zu sehen. Wäre ja auch zu schade, wenn das Anheizen der   Cheerleader deshalb nicht zu sehen gewesen wäre.

Nach einer Torlosen ersten Hälfte mit wenigen Highlights, passierte im zweiten Durchgang viel mehr. Cercles Innenverteidiger Omolo fälschte einen Schuss unglücklich ins eigene Tor ab (51.). In der Mitte der zweiten Hälfte zog der Schiedsrichter den Videobeweis heran. Er sah sich mehrfach einen Zweikampf im Strafraum  an, um danach zuerst auf den Punkt zu zeigen, und zudem Beverens Außenverteidiger die Rote Karte zu zeigen. Aus meiner Sicht etwas zu Streng – doch der Elfer wurde von Cardona sicher zum 1:1 verwandelt.

Royal Excel Mouscron – KV Oostende 2:1


Sonntag, 20.01.2019
Stade Le Canonnier
First Division A – Jupiler Pro League
Zuschauer: 3.278

Im Falle eines Sieges könnte Mouscron den Abstand auf den letzten Platz auf sechs Punkte ausbauen. Grund genug, am späten Sonntagabend dieses Spiel zu besuchen. Mittlerweile wurde es auch Eiskalt – und es warteten neunzig keinesfalls erwärmende Minuten auf die Zuschauer. Der Beginn gehörte den Gästen, die mit der ersten Chance der Partie duch Tom de Sutter in Führung gehen konnten (9.). Es dauerte jedoch keine vier Minuten ehe Mouscron durch Benson Dutoit den Ausgleich erzielen konnte. Zwei Tore binnen 13 Minuten – die Hoffnung auf ein Torreiches Spiel war groß. Doch die Attraktivität der Partie sank auf ein Minimum.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hatte. Mouscron hatte weiter Schwierigkeiten vor das Tor der Gäste zu kommen. Und Oostende wiederrum kam nicht mal in des Gegners Hälfte. So dauerte es bis zur 68. Spielminute bis zum entscheidenden Treffer. Der nur vier Minuten zuvor eingewechselte Taiwo Awoniyi erzielte mit seinem ersten Ballkontakt den Siegtreffer für seine Mannschaft, die sich den Erfolg über die gesamte Spielzeit verdient hatte.

K Sint-Truidense VV – KRC Genk 2:3


Freitag, 18.01.2019
Stayen
First Division A – Jupiler Pro League
Zuschauer: 11.174

Die anwesenden  Zuschauer haben heute ein schönes Limburger Derby gesehen, das schon Minuten vor seinem Beginn richtig Fahrt aufgenommen hatte.  Viele Feuerwerkskörper der angereisten Fans aus Genk sorgten nicht nur für einen verzögerten Anpfiff, sondern auch für ein Einsatz der Feuerwehr.   Der Innenraum des Stadions war prall gefüllt mit Rauch, als beide Mannschaften das Spielfeld betraten. Nun entzündete die Heimseite ebenso ein Feuer und bewarf den Strafraum. Das aufräumen kostete weitere Minuten in denen beide Seiten ordentlich Stimmung machte.

Anpfiff in Sint Truiden. Endlich.   Und es dauerte keine halbe Minute ehe es richtig heiß wurde. Ein Rückpass des Verteidigers nahm der Junge Ersatzkeeper mit den Händen auf. Der Schiedsrichter entschied sofort auf indirekten Freistoß im Strafraum. Und dieser landete mit Glück zur frühen Führung im Tor.  Das Stadion rastete jetzt komplett aus. Der Top-Torjäger der Liga, Ally Samatta, konnte  nach einer halben Stunde  ausgleichen.  Genk hatte das Spiel nun im Griff und drängte auf die Führung. Doch das Tor fällt auf der anderen Seite (71.). Anfeuert von seinen rund 1.300 mitgereisten Fans konnte   Genk nach zweimaligem Rückstand nicht nur zurück kommen, sondern letztlich das Spiel auch verdient mit 3:2 gewinnen.

Es war mein zweiter Besuch in diesem Stadion. Seit meinem letzten Besuch wurden zwei der Tribünen neu gebaut. Auch damals  gewannen die  Gäste aus Genk.