1. FC Kaiserslautern – SV Wehen Wiesbaden 0:1


30.01.2021
Fritz-Walter-Stadion
3. Liga
Zuschauer: 0

Tor:
0:1 Kevin Lankford (69.).

Der SV Wehen Wiesbaden reist mit vier Unentschieden in Folge nach Kaiserslautern. Das Hinspiel im Oktober endete 2:2. Die Chancen dass auch das Rückspiel (Hinspiel 2:2) der beiden Mannschaften mit einer Punkteteilung endet, stehen nicht schlecht. Denn Kaiserslautern hat in seinen zwanzig Saisonspielen bereits zwölfmal Unentschieden gespielt. Dabei benötigt der FCK dringend Siege um aus dem Tabellenkeller zu klettern, denn Schlusslicht Duisburg liegt mit drei Punkten Rückstand in Reichweite.

Es herrscht Fritz-Walter-Wetter, der Rasen ist tief. Doch auch trotz des schwer bespielbaren Platzes kamen die Gäste aus Wiesbaden gut in die Partie. Einzig Keeper Avdo Spahic ist es zu verdanken, dass Kaiserslautern nicht schon nach wenigen Minuten in Rückstand liegt. So partierte er zuerst den Schuss von Tietz aus zehn Metern (3.), gegen Ajani mit den Fäusten (5.) und gegen Brumme, der nach Zuspiel von Tietz aus elf Metern frei vor dem Tor zum Abschluss kam (8.). Nach der Anfangsoffensive kam Lautern besser ins Spiel, und so neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld. Die Spielanteile waren nun ausgeglichen. Bis kurz vor der Pause Wiesbaden wieder stärker wurde, doch zuerst zielte Prokop zu hoch (35.) und dann taucht Innenverteidiger Carstens nach Zuspiel von Tietz frei vor Spahic auf (37.), doch der Keeper rettet mit seinen Paraden den Gastgebern das 0:0 in die Halbzeit.

Auch nach der Pause blieben die Gäste am Drücker, einen Schuss von Prokop lenkt Spahic über die Latte (50.). Und dann beweist Gästetrainer Rüdiger Rehm ein glückliches Händchen. Auf der linken Seite setzt sich Tietz gegen Ritter und Hercher durch und bringt den Ball ins Zentrum. Dort kann Kevin Lankford den Ball mühelos zur Führung einschieben (69.). Der Neuzugang, der erst unter der Woche auf Leihbasis aus St. Pauli zu den Hessen kam, war erst drei Minuten zuvor eingewechselt worden. Dabei wurde er mit seinem zweiten Ballkontakt zum Matchwinner. Lauterns Trainer Saibene wechselte zwei neue Offensivkräfte ein, doch gefährlich wurde es auf der anderen Seite. Medic setzte seinen Kopfball an die Latte (78.), und zwei Minuten später wird sein Treffer zurück gepfiffen – er soll Verteidiger Sickinger zuvor gefoult haben. So blieb es beim hochverdienten Auswärtssieg für Wiesbaden, die heute auch durchaus höher hätten gewinnen können.

Für Kaiserslauterns Trainer Jeff Saibene war noch am selben Abend Schluss. Im Oktober bestritt er sein erstes Spiel als Lautern-Coach gegen Wiesbaden, nur vier Monate später war nach dem 0:1 im Rückspiel gegen Wiesbaden Schluss. In zwanzig Spielen erreichte er nur drei Siege und zwölf Unentschieden.

Vorherige Spiele in diesem Stadion:

DatumPartieErgebnisWettbewerbZuschauer
06.06.2004Deutschland – Ungarn0:2Vorbereitungsspiel35.590
02.10.20041. FC Kaiserslautern – Hertha BSC Berlin2:0Bundesliga30.696
17.12.20051. FC Kaiserslautern – VfL Wolfsburg3:2Bundesliga23.244
29.01.20071. FC Kaiserslautern – Karlsruher SC1:12. Bundesliga44.007
27.05.2008Deutschland – Weißrussland2:2Vorbereitungsspiel47.258

1. FC Saarbrücken – SV Wehen Wiesbaden 3:3


21.11.2020
Ludwigsparkstadion
3. Liga
Zuschauer: 0

Tore:
1:0 Sebastian Jacob (13.), 1:1 Maurice Malone (16.), 2:1 Nicklas Shipnoski (24.), 2:2 Maurice Malone (26.), 2:3 Maurice Malone (54.), 3:3 Sebastian Jacob (73.).

Beim 1. FC Saarbrücken läuft es in der bisherigen Saison. Mit 22 Punkten nach zehn Spieltagen steht der Aufsteiger an der Tabellenspitze. Nach den zuletzt drei Ligasiegen in Serie soll mit einem weiteren Sieg heute der Vorsprung von fünf Punkten auf die Verfolger noch weiter anwachsen. Die Gäste, Zweitligaabsteiger SV Wehen Wiesbaden stehen mit 15 Punkten auf dem achten Tabellenplatz.

Doch die Gäste aus Wiesbaden erwischten den besseren Start. Der Schuss von Guthörl tunnelt zuerst Keeper Batz, wird dann aber von Zellner von der Linie gekratzt (4.). Auf der anderen Seite rutscht Medic im Aufbauspiel aus, der Ball geht durch und landet bei Sebastian Jacob, der sich den Ball zurecht legt und den Ball mit viel Gefühl über Keeper Boss hinweg ins Tor schlenzt (13.). Doch die Gäste Antworteten sofort: Tietz spielt den Ball im Strafraum zu Maurice Malone, der den Ball überlegt in die rechte untere Ecke einschiebt (16.). Es war ein munterer Start in diese Partie, und auch die nächste Chance landet im Tor. Golley bringt den Ball auf den zweiten Pfosten, wo der allein gelassene Nicklas Shipnoski den Ball mühelos einköpfen kann (24.). Und Wiesbaden erzielt wieder den schnellen Ausgleich durch Maurice Malone (26.). Tietz hatte den Ball in den Lauf des Angreifers geköpft, bei dessen Schuss Keeper Batz keine Chance hatte. Nach vier Treffen in der ersten halben Stunde hatte sich die Partie nun beruhigt und bis zur Pause passierte nichts mehr.

Im zweiten Durchgang gab Wiesbaden zu Beginn den Ton an. Nach einer Flanke von Chato köpft Tietz den Ball jedoch knapp über das Tor (49.). Nach einer Flanke von Tietz landet der Ball glücklich vom FSC-Verteidiger abgefälscht bei Maurice Malone. Dessen Schuss geht vom Innenpfosten ins Tor (54.). Die Gäste gingen damit erstmals bei dieser Partie in Führung! Beeindruckend, alle drei Tore erzielte Maurice Malone und alle drei wurden von Philip Tietz vorbereitet. Saarbrücken aber gibt sich nicht auf, Golley flankt auf Shipnoski, dessen Schuss aber geht knapp am linken Pfosten vorbei ins aus (60.). Nur eine Minute später scheitert Saarbrückens Perdedaj am Außennetz (61.). Dann flankt Perdedaj von der rechten Seite ins Zentrum, Sebastian Jacob verlängert den Ball per Kopf ins Tor (73.) – Ausgleich! Es steht 3:3 und nun ging es in die heiße Schlussphase. Saarbrücken im Glück, als Chato den Ball nach einer Flanke von Hollerbach an die eigene Latte köpft (79.). Saarbrücken jetzt mit Powerplay dem Siegtreffer immer näher, doch nach Zuspiel von Zeitz geht Jacobs Schuss knapp am Tor vorbei (90. +1). Es ist hochspannend, doch Wiesbadens Keeper Boss vereitelt die letzte Großchance: Deville mit dem Zuspiel auf Mendler, aber Boss klärt zur Ecke (90. +2). Es war die letzte Chance in einem klasse Spiel, indem beide Teams nach Rückstand zurück gekommen sind, und in einer starken Schlussphase auch noch hätten gewinnen können.